Was ist jüdische Filmgeschichte?

Jüdi­sche Film­ge­schich­te ist ein jun­ges, inter­dis­zi­pli­nä­res For­schungs­feld zwi­schen Jüdi­schen Stu­di­en und Film- und Medi­en­wis­sen­schaf­ten. Es geht weni­ger um die Defi­ni­ti­on eines umgrenz­ten Kor­pus von ‚jüdi­schen‘ Fil­men als viel­mehr um Unter­su­chun­gen an der Schnitt­stel­le, an der jüdi­sche Erfah­rung und Film sich tref­fen. Damit gehö­ren Fil­me mit jüdi­schen Sujets eben­so zur jüdi­schen Film­ge­schich­te wie auch Jüdi­sche Film­fes­ti­vals als Vor­führ­kon­tex­te und Begeg­nungs­räu­me, in denen sol­che Fil­me gezeigt wer­den. Rele­vant sich aber auch die Arbeits­bio­gra­phien jüdi­scher Filmemacher:innen oder Aus­stel­lun­gen, die von jüdi­scher Film­ge­schich­te erzäh­len, Motiv­ge­schich­ten bestimm­ter Aspek­te jüdi­schen Lebens oder  Kon­tro­ver­sen über anti­se­mi­ti­sche Fil­me. Nicht zuletzt sind auch jene Insti­tu­tio­nen Teil einer jüdi­schen Film­ge­schich­te, die die­se Fil­me pro­du­zie­ren, zei­gen oder ver­trei­ben oder sich der Samm­lung und Bewah­rung jüdi­schen Film­erbes ver­schrie­ben haben.

An der Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF wird ein For­schungs­schwer­punkt zu Jüdi­scher Film­ge­schich­te mit unter­schied­li­chen For­schungs- und Trans­fer­pro­jek­ten aufgebaut.

Jüdische Filmgeschichte – Eine Reise

Aktuelles

KOLLOQUIUM Jüdi­sche Filmgeschichte(n) trans­na­tio­nal: Euro­päi­sche Per­spek­ti­ven. Drit­tes (Post-)Doktorand*innen Kol­lo­qui­um, Online (4. März 2024). Zum Pro­gramm. Kon­takt und Anmel­dung: t.seene@filmuniversitaet.de

BLOGBEITRAG „Film­bil­dung ohne Fil­me? Anti­se­mi­tis­mus­kri­ti­sche Film­bil­dung für Kin­der“, Tir­za See­ne, Blog zum Pro­jekt Film Macht Mut (Visi­on Kino GmbH), online (Febru­ar 2024).

RINGVORLESUNG Jüdi­sches Film­erbe. (WS 2023/24) im Film­mu­se­um Pots­dam. Kon­takt: Lau­ra Brüg­ge­mann (laura.brueggemann@uni-potsdam.de). Zum Pro­gramm.

SYMPOSIUM Ein­sam­keit und Reso­nanz. Jüdi­sche Film­ge­schich­te in der Bun­des­re­plu­b­lik. (10.–12. Sep­tem­ber). Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land, Jüdi­sches Muse­um Frank­furt. Anmel­dung: l.wohlvhaselberg@filmuniversitaet.de. Zum Pro­gramm

SUMMER SCHOOL Film und immersi­ve Medi­en in der Erin­ne­rungs­ar­beit. Dr. Lea Wohl von Haselberg/ Tatia­na Brand­rup / Dr. Sebas­ti­an Ebbrecht-Hart­man­n/ Julia Klein­schmidt. (4.–7. Sep­tem­ber 2023). Zur Anmel­dung

AUSSTELLUNG: Aus­ge­blen­det. Ein­ge­blen­det. Eine jüdi­sche Film­ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik. Jüdi­sches Muse­um Frank­furt, kura­tiert von: Lea Wohl von Hasel­berg und Johan­nes Prae­to­ri­us-Rhein (13. Juli 2023 bis 14. Janu­ar 2024).

SICHTUNGSGRUPPE Jüdi­scher Film inter­na­tio­nal und quer durch die Film­ge­schich­te, Film­uni­ver­si­tät Babels­berg KONRAD WOLF.
Kon­takt: lucy.pizana@filmuniversitaet.de

ARBEITSGRUPPE Film und Medi­en, Kat­ja S. Baum­gärt­ner, Johan­nes Ben­n­ke, Eik Dödt­mann, Lucy Piz­a­na, Anna Rose­mann, Tir­za See­ne, Lea Wohl von Hasel­berg, Sel­ma Stern Zen­trum für Jüdi­sche Stu­di­en Ber­lin Bran­den­burg (regel­mä­ßig wäh­rend des Semes­ters).
Kon­takt: l.wohlvhaselberg@filmuniversitaet.de

NEUE PUBLIKATIONEN:

Johan­nes Prae­to­ri­us-Rhein/ Lea Wohl von Hasel­berg (Hrsg.): Ein­blen­dun­gen. Ele­men­te einer jüdi­schen Film­ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik. Neo­fe­lis: Ber­lin 2022.

Lea Wohl von Haselberg/ Lucy Ale­jan­dra Piza­ña Pérez (Hrsg.): Jüdi­scher Film. Ein neu­es For­schungs­feld im deutsch­spra­chi­gen Raum. Edi­ti­on Text+Kritik: Mün­chen 2022.

 

Jüdische Filmfestivals – Eine Übersicht

Die Dar­stel­lung auf der Kar­te basiert auf einer Daten­er­he­bung aus dem Jahr 2021.